Über ogredakteurobersontheim

Wanderwart der Ortsgruppe Obersontheim

75 Jahre Ortsgruppe Obersontheim im Schwäbischen Albverein

Seit nunmehr 75 Jahren engagieren sich Wanderer in der Ortsgruppe Obersontheim.

Diese lange Zeit beweist es doch: Wandern macht Spass –  Wandern in der Gruppe macht nicht nur Spass,  sondern bringt Abwechslung und Unterhaltung.

Vor 75 Jahren, also im Jahre 1951, haben sich die Welt und Deutschland und somit auch die Menschen in unserer Gemeinde noch in einer Zeit der Unordnung und Neufindung befunden.

Die Nachwirkungen der Nachkriegszeit waren noch deutlich zu spüren, die Zeit des Wirtschaftswunders hatte noch nicht wirklich begonnen.

Trotzdem oder gerade deshalb haben sich Bürger unserer Gemeinde wieder auf die Straße und in die Natur getraut, um bei gemeinsamen Unternehmungen den Austausch in positiven – manchmal auch in schwierigen Zeiten zu suchen.

Seit nunmehr 75 Jahren ist die Gemeinsamkeit immer noch eine der Aufgaben unserer Ortsgruppe.

Das gilt für Geselligkeit genauso wie für gemeinsame Wanderungen die wir zu jeder Jahreszeit und bei fast jedem Wetter anbieten.

Lassen Sie uns gemeinsam dieses besondere Jubiläum beim diesjährigen Hahnenbergfest am 14. Mai an der Karl-Eugen-Hütte feiern.

Sie sind herzlich eingeladen, gerne auch als künftiges Mitglied in unserer Ortsgruppe. Sprechen Sie uns einfach an – wir sind an den grünen Albvereins-Shirts zu erkennen!

Ihre Ortsgruppe Obersontheim im Schwäbischen Albverein

Drei-Königs-Wanderung bei Vellberg

Nachdem unser Vorstand und heutiger Wanderführer Ernst gesundheitlich angeschlagen war konnte für alle Teilnehmer nur die „kleine“ Tour angeboten werden. Dabei hat Emma Benke zum ersten Mal eine Wanderung angeführt und ihre Aufgabe mit Bravour wie ein „alter Hase“ gemeistert. Weder ein Grußwort zu Beginn noch eine kurze Ansprache zum Abschluss des Wandertags haben gefehlt!

Bei eiskalten Temperaturen (-6 Grad) und bedecktem Himmel haben es sich die 12 Wanderer aber nicht nehmen lassen, das Wanderjahr 2026 mit einer gemeinsamen Wanderung zu beginnen.

 

 

 

Von Eschenau gings hoch zum Dürrsching und von dort hinunter zum Freibad. Beim Abstieg war große Vorsicht notwendig, weil der schneebedeckte Weg tatsächlich als Schlittenbahn genutzt wurde.

Nach dem Aufstieg über die Treppenanlage zur Vellberger Altstadt hatte Emma den letzten Rest ihrer bis heute eisern gehüteten Weihnachtsbrötle im Angebot.

Auf dem Rückweg über das Taubenloch konnten wir verschiedene Beispiele unserer Natur bei strengem Frost genießen – vom zugefrorenen Bach über riesige Eiszapfen an der Bühler und Eisskulpturen an den Wehren zur Sägmühle.

Der Abschluss fand im „Angus-Stüble“ in Eschenau statt.

 

 

Nachmittagswanderung am 11. Oktober 2025 mit Besichtigung des Sägewerks von Fritz Ziegler in Rosenberg-Betzenhof

Nach einer etwa einstündigen Wanderung durch den Harbachwald trafen wir pünktlich am Sägewerk im Betzenhof ein. Dort hat uns der Sägewerksbesitzer Fritz Ziegler und sein Bruder Heinz einen Einblick in sein mit Wasserkraft betriebenes Sägewerk gegeben.

Die Betzensägmühle wurde schon um ca. 1300 erstmals urkundlich erwähnt. Für uns wurde das Sägewerk am Samstagnachmittag extra angeworfen. Das Sägegatter wird durch ein Wasserrad im Untergeschoss des Sägewerks angetrieben. Inzwischen kann das Gatter auch mit einen Elektromotor angetrieben werden.

Zur Veranschaulichung wurden 2 Baumstämme zu Brettern gesägt – ganz allein durch die Kraft des Wassers, gespeist aus dem oberhalb der Sägmühle liegenden Betzenweiher.

Das hölzerne Wasserrad mit einem Durchmesser von mehr als 3 Meter hat eine Lebensdauer von ca. 30 Jahren und wurde von Heinz Ziegler vor 33 Jahren selbst gefertigt. Am Neubau eines neuen Wasserrades arbeitet Heinz bereits. Es soll im nächsten Jahr fertig sein und das alte Wasserrad ersetzen.

Noch heute treibt ein altes Wasserrad das Sägegatter im Betzenhof an. Allein durch den kurzen Sägevorgang am Samstagnachmittag wurde soviel Wasser verbraucht, dass sich der Wasserspiegel im See um ca. 6 cm gesenkt hat.

Ganz besonders beeindruckend war das Wasserrad und der Maschinenraum mit der erforderlichen Transmission und den für uns unheimlich langen Flachriemen. All das ist notwendig, um das Sägegatter anzutreiben. Besonders beeindruckend für uns alle ist, dass diese Jahrhunderte alte Technik nach wie vor funktioniert.

Aus der geplanten halben Stunde, die wir für die Betzenmühle vorgesehen hatten, wurde letztlich eine ganze Stunde. Aber die Erzählungen und das Sägewerk von Fritz Ziegler waren einfach so kurzweilig und lehrreich.

Wanderführer Dieter Herrmann bedankte sich bei Fritz und Heinz Ziegler und lud die beiden zum gemeinsamen Abschluss in das Gasthaus Eiche in Mainkling ein.

Dort ließen wir diesen interessanten Nachmittag ausklingen.

Wanderführer Dieter Herrmann
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Über die Betzensägmühle haben wir einen Bericht der Aalener Zeitung aus 2012 entdeckt!
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Und hier sind weitere Bilder von unserer Besichtigung: